Wie überlebt die Gastronomie die Corona-Krise? – Bericht vom 6. ZUK Online Treffen

Am 15. Juli trafen sich erneut sechs leidenschaftliche Gastronom*innen aus Freiburg mit uns vom ZUK Team um sich zur aktuellen Krisen-Situation auszutauschen. Dabei wurden persönliche Erfahrungen der letzten Wochen geteilt und praktische Tipps zu Systemen gegeben, die den Ablauf der Betriebe erleichtern können.

Zum Termin erschienen die unterschiedlichsten Akteure aus der Freiburger Gastro-Szene: Bettina vom Kartoffelhaus (Restaurant), Linda vom Légère (Restaurant), Sascha von der Blume (Restaurant) und Blümchen (Eisdiele), Gesine von der Küchenschelle (Restaurant), Eric vom Panoramahotel (Restaurant und Hotel) und Jörg vom Schlossbergrestaurant Dattler

Was besprochen wurde im Überblick:

  • Bettina hat uns neue Mehrweg To-Go Boxen vorgestellt, die bereits im Kartoffelhaus und drei weiteren Freiburger Restaurants verwendet werden. Mehr Infos hierzu findet ihr weiter unten. 
  • Viele Betriebe haben ihr Tagesgeschäft umgestellt und auf die aktuelle Corona Situation angepasst. 
  • Was sind die größten Herausforderungen und wie gehen wir damit um? Darüber haben sich die Teilnehmer*Innen im Zweiergespräch ausgetauscht. 
  • Welche Online Bezahlungs- und Reservierungssysteme werden genutzt und und was sind die Vor- und Nachteile. 
  • Wie können die Gastronom*Innen mit der generellen Unplanbarkeit der aktuellen Situation am besten umgehen?

Wie läuft es in der Gastronomie seit der Corona Krise?

 Die Gäste haben vermehrt wieder den Weg in die Gastronomien gefunden. Allerdings mussten einige Betreiber*Innen ihren Betrieb umstellen, da beispielsweise Veranstaltungen in letzter Zeit nicht durchführbar waren. Somit wurde der Fokus verstärkt auf das à la carte Geschäft gelegt. Außenflächen werden nun vermehrt genutzt, jedoch noch im beschränktem Ausmaße aufgrund der Abstandsregelungen. Eine der größten Herausforderungen ist und bleibt die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter*Innen bei geringerem Betrieb als im Vorjahr.

 

 VYTAL Mehrwegsysteme für Restaurants:

Eine nachhaltige Möglichkeit dem Verpackungsmüll durch das zunehmende To-Go Geschäft während der Corona-Zeit entgegenzuwirken bietet das Pfand Konzept für To-Go Boxen des Anbieters VYTAL. Die praktischen Boxen können Nutzer*Innen gegen eine Pfandgebühr bei teilnehmenden Restaurants abholen und wieder zurückbringen. Die Entrichtung der Gebühr funktioniert über eine App, Informationen zur Nutzung werden vom Anbieter über Broschüren an die Kunden vermittelt. Weitere Informationen, sowie ein Kontaktformular zur Anmeldung findet ihr auf der Website des Anbieters:

VYTAL Mehrwegsystem

Hoffentlich können wir in Zukunft leckere Speisen aus allerlei Restaurants zum Mitnehmen genießen, ohne ständig To-Go Boxen wegschmeißen zu müssen.  

Online Systeme für die Gastronomie

Die Teilnehmer*Innen unserer Runde konnten über verschiedene Bezahl- und Reservierungssysteme berichten. Hier ein kleiner Überblick:
  • Sascha empfiehlt das System Gastronovi als Komplettlösung. Hiermit können sowohl Online Tischreservierungen durchgeführt, als auch über die eigene Website Gutscheine generiert werden. Außerdem wird auch ein Kassen- und Bestellsystem mit angeboten. 
  • Gesine nutzt das Reservierungssystem Resmio. Hierbei kann die praktische Wetterfunktion Tische im Außenbereich nur bei gutem Wetter vergeben bzw. die Reservierung wieder aufheben, falls sich die Wettervorhersage ändert. 
  • Generell waren sich die Gastronom*Innen einig, dass in Zukunft das bargeldlose Bezahlen an Bedeutung gewinnt und eventuell die Bargeldzahlung in der Gastronomie komplett ersetzt. Daher ist es ratsam, rechtzeitig gute und verlässliche Bezahlsysteme einzurichten. 

Wie geht es weiter?

Folgetermin: Am Montag den 31. August findet das nächste Online Treffen statt – wir hoffen bis dahin den Kreis der Teilnehmenden mit Hilfe des DEHOGA Newsletters erweitern zu können und einen fruchtbaren Austausch der Freiburger Gastroszene zu bieten. 

 

Vielen Dank an alle Teilnehmer*innen und gutes Gelingen!
Roman vom ZUK Team

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Wie überlebt der Einzelhandel die Corona-Krise? – Bericht vom 7. ZUK Online Treffen

Am 22. Juli haben wir uns in kleiner Runde zur Situation des Einzelhandels in Freiburg ausgetauscht. Diesmal ging es um die Freiburger Initiative zum Lieferkettengesetz, sowie den Vorschlag die nachhaltigen Läden Freiburgs durch ein Kundenquiz zu vernetzen.

Eine Lieferkette die auf fairen Arbeitsbeziehungen und Löhnen basiert, sowie die Achtung der Menschenrechte gewährleistet, sollte für viele Betriebe selbstverständlich sein. Leider gelingt es Konzernen weltweit, durch ihren Produktionsprozess Regeln zu umgehen und im Zeichen des Profits Menschen in den Herstellungsländern auszubeuten. Deshalb braucht es einen gesetzlichen Rahmen, um zumindest deutsche Hersteller zu verpflichten, gewisse Standards in ihrer Lieferkette einzuhalten. 

Unsere Plattform, sowie Vertreter des nachhaltigen Einzelhandels unterstützen die Initiative zum Lieferkettengesetz und wollen mit folgendem Link auf die Petition hinweisen, welche von der Politik die Einführung eines solchen Gesetzes fordert. 

Initiative+ Lieferkettengesetz

Neues Konzept: Freiburger Shopping Quiz 

Uns hat der Vorschlag erreicht, zur Unterstützung der nachhaltigen Geschäfte untereinander ein Quiz zu erstellen. Hierbei  bekommen KundInnen Fragen gestellt, deren Antworten sie nur in den jeweiligen Geschäften finden können. Wir fanden die Idee gut und haben uns folgende Gedanken zur Umsetzung gemacht. 
 
  • Start gegen Oktober, Ende mit Preisverleihung Richtung Dezember. 
  • Digital oder analog? Quiz könnte als Broschüre verteilt oder als Website und QR aufgerufen werden.
  • Quiz bietet eine gute Möglichkeit, die Einzigartigkeit und Vorteile von nachhaltigen Produkten zu erklären. Ebenfalls können so Geschichten zur Herstellung der Produkte vermittelt werden, um den Kunden zu zeigen, dass es sinnvoll ist nachhaltige Produkte zu unterstützen.
  • Evtl. wäre auch eine Umsetzung als Konzept des Geocaching möglich. Man bekommt Inhalte über das Smartphone nur angezeigt, wenn man sich an einem bestimmten Ort befindet. 
  • Lösungen könnten im Laden durch QR Codes vermittelt werden, um einen Mehraufwand für die MitarbeiterInnen durch Kundenfragen zu vermeiden. 

Bisher steht noch kein festes Konzept, Anregungen oder Ideen sind jederzeit willkommen!

Das nächste Treffen wird am Mittwoch den 16. September, 18-20 Uhr stattfinden! 

Bis dahin bedanken wir uns bei allen TeilnehmerInnen und freuen uns auf das nächste Mal!

Roman vom ZUK Team

 

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